Giske
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Posts by Giske

    hier mal eine skizze, wie der charakter dann aussehen soll.


    Er hat auch schon einen Namen: Reinalt Hasfeld


    bin mir jetzt sicher: eine farbe gibt es doch. finde dieses "antiktürkis" so toll, dass ich den cassock in dieser farbe haben will. es ist ein ziemlich dunkler ton, so dass er noch gut zum ensamble passt. die schwarzen details sind noch nicht final, aber so ähnlich. das innenfutter wird dann aber schwarz.

    außerdem sieht er dann so nicht ganz wie ein priester aus lol


    insgesamt soll Reinalt nicht zu edel aussehen, seine klamotten bleiben also möglichst schlicht und aus einfachen materialien (wolle und leinen). aber ein komplett armer schlucker ist er auch nicht.

    Kram-Liste (aka UUUUUUUUUUIIIIIIIIIIII, DAS brauchen wir)



    (erledigt!)


    Hut (ganz wichtig): wird gekauft, kombiniere "wollte ich schon immer haben" mit "brauch ich für LARP"


    Hemd: wird genäht


    Wams: wird auch genäht!


    Hose (aka "1620s men's breeches"): you guessed it.


    Schärpe: lass die Nähmaschine heiß laufen


    Cassock: DER Musketier-Mantel-Umhang. Für den brauchen wir allein etwa 154 Knöpfe, weil man das Teil vorne und an den Seiten nach belieben öffnen und schließen konnte.


    Stiefel: hab schon ein paar 2nd-Hand Biker Boots geschossen, die sehen fast aus wie Kavaliersstiefel


    Strümpfe: Wir sind schließlich ein ordentlich angezogenes Individuum. Strümpfe kauft man sich hallo


    Bandelier, Umhängetasche, Gürteltasche, diverse Rapier- und Dolchscheiden: wird alles aus Leder selbst gemacht


    Handschuhe: werde ein Paar gebrauchte kaufen und dann noch Lederstulpen drannähen


    Tasche für Arztbesteck: hehe, habe ich noch aus meiner Larp-Anfangszeit und werde ich so übernehmen. Praktisches Teil für den Gürtel. Vielleicht mach ich auch mal eine neue


    Hutnadel: natürlich brauchen wir hübsche Federn am Hut


    Arkebuse: hmmmm, vielleicht, irgendwann mal. cool wärs schon

    Da ich gerade im Begriff bin, doch mal wieder einen neuen (menschlichen! hui) LARP-Charakter zu basteln, verwurste ich das mal für einen Bau-Thread.


    Ich hab jetzt nun schon einige LARP OCs tatsächlich gebaut, unter verschiedenen Stadien der Durchdachtheit, von "ich hab keinen Plan" über "ich hab einen Plan, ok, scheiß drauf, dieses Teil glitzert schön" bis "haHA, diesmal hab ich WIRKLICH einen Plan!".


    Schon eeeeeewig bin ich Musketier-Fan (wie in "Die drei") und seit 7te See auch von der Mode der Frühen Neuzeit (Bildungsauftrag und so). So erfülle ich mir im kommenden Jahr endlich den Wunsch eines Ensambles des Frühbarock. Angepeilte Zeit ist etwa 1620-1630, also mitten im Dreißigjährigen Krieg und etwa die Zeit, zu der "Die Drei Musketiere" von Dumas spielt (Fun Fact: Alexandre Dumas war Schwarz).


    Allerdings nehme ich nicht den realweltlichen Hintergrund, wir machen hier ja kein Reenactment lol. Ich dachte entweder an 7te See oder (viel wahrscheinlicher) meinen eigenen Gunpowder Fantasy Hintergrund, den ich für meinen Comic erdacht hatte (weil ich da machen kann, was ich verdammt nochmal will).


    Let's talk Klamotte: weil ich ein verfluchter Grufti bin, hat sich in meinem Gehirn schon die Idee festgekrallt, dass alles schwarz wird (bis auf Hemd und Accessoires). Aber soweit hergeholt und peinlich ist das gar nicht, weil:



    Die Anatomie des Dr. Tulp von Rembrandt van Rijn


    Man bedenke, so alte Schwarten dunkeln nach, aber die weiße Würstchen-Party ist schon ein ziemlicher Grufti-Club. Deswegen fand mein Gehirn wohl "schwarze Klamotten = Arzt" total plausibel. (ach so: Feldscher = Wundarzt, Barbier, Zahnbrecher, Haarescherer)


    Der finale Nagel im Sarg meiner Entscheidungsfindung ist wohl die Tatache, dass ich noch massiv schwarzen Wollstoff habe, den ich für die gut 200 Knöpfe verwursten kann, die mir bevorstehen lol (RIP: me)


    ok, whatever, ich freu mich drauf

    Wäre interessant das herauszufinden ob die jetztigen Generationen besser oder schlechter sind in bezug auf Wegwerf,

    auf jeden Fall schlechter. da ich mich viel mit historischer Kleidung beschäftige und auch mal die eine oder andere Doku zu dem Thema gucke, kann ich sagen, dass unsere moderne Konsumgesellschaft ein Produkt der Nachkriegszeit und des Wirtschaftsbooms ist. die Leute wurden quasi zum Konsum erzogen, das gab es so vorher nicht. auch der Kalte Krieg war zwar ein Motor für Wissenschaft und Technik, aber auch für umweltschädliche Technologien, weil die kriegsdienlicher waren und deshalb gefördert wurden. in den 60ern gab es in den USA schon Projekte für sich selbst versorgende Häuser, aber das war eben nicht profitabel und man hat Straßenbahnen verschrottet, um das Auto zu stärken.


    Fast Fashion ist auch ein sehr modernes Phänomen und die Industie dahinter eine der destruktivsten. Jahrhundertelang war es normal, nicht so viel Kleidung zu besitzen, weil sie teuer war. So hat man das, was hatte repariert/geändert. heute haben Leute Kleidung im Schrank, die sie NIE TRAGEN, die von schlechter Qulität ist und für die andere Menschen ausgebeutet und vergiftet werden, z.b. für die Herstellung von Viscose.

    das Problem ist, wie bei so vielen Dingen im Kapitalismus, die verschwenderische und unnötige Überproduktion, wodurch u.a. Tierleid entsteht.


    Kunstleder und Plastik-Wolle sind halt nicht der Bringer und eher noch umweltschädlicher, weil absolut toxische Herstellung. Hat man bei bestimmten Naturmaterialien zwar auch (z.B. chromgerbung bei leder), allerdings bleiben kunststoffsachen eeeeeeeeewig auf der Erde und zerfallen zu Mikroplastik.


    ein Gegenstand aus pflanzlich gegerbtem Leder und ein guter Wollmantel halten bei guter Pflege sehr lange.

    es empfiehlt sich, Leder gebraucht zu kaufen, wenn man nicht möchte, das ein Tier erneut dafür stirbt.


    ich kann auch sehr den YT-Kanal Rose Anvil empfehlen, der Typ sägt Schuhe in der Mitte durch und guckt sich an, wie gut sie verarbeitet sind (spoiler: meistens schlecht) und jetzt möchte ich ein Paar amerikanischer Soldatenstiefel aus dem 2. Weltkriech lol

    manche Sachen waren früher eben doch besser


    ansonsten sollte man bei PETA seeeeeeeehr skeptisch sein, da ihre Art für Tierschutz einzutreten, sehr fragwürdig ist, sie Tiere in ihrer Obhut töten und gezielt irreführende Informationen verbreiten

    echte Aufklärung zum Konsumverhalten sind PETA immer vorzuziehen

    1901 New York


    ich find die Reaktion der betroffenen Dame so toll - ein schöner Beleg dafür, dass die Leute vor 120 Jahren auch einfach nur Leute waren und sich auch mal über so ein Missgeschick den Arsch abgelacht haben.

    Ich habe heute erfahren, dass ein offizier namens Lt. Colonel Reginald Bastard existierte und ich feier ihn total ab


    nicht nur hat er den badassigsten Namen aller Zeiten, er hat auch die Schlacht an der Somme überlebt und sich durch außerordentlichen Mut hervorgetan (er war 26 Jahre alt)


    er starb 1960