Call of Cthulhu 1920: Die Stätte der Dido, Rundenorganisation und Information

  • Wir schreiben das Jahr 1921: Marokko ist seit einigen Jaren im Französischen und Spanischen Protektorat. Nachdem die Unruhen zu Beginn des Jahrhunderts brutal niedergeschlagen wurden, wurde aus Marokko ein heiß begehrtes Touristengebiet, welches 'orientalische Exotic' und 'westlichen Luxus' kombiniert.

    Das Land ist schon seit längerer Zeit im Konflikt intern, wie extern. Intern: die berbischen gegen die arabischen Menschen. Extern: Das Land gegen den Einfluss Europas. Das Land war lange Zeit im Widerstand gegen die Spanische und Französische Unterwerfung und es gab auch bereits zwei größere Kriege gegen die Spanische Einflussnahme. Diese Ringen gegen Spanien endete 1911 darin, dass Frankreich Truppen zur Unterstützung des Sultan Mulai Abd al-Hafiz entsandte und kurz darauf den Vertrag von Fès 1912 mit ihm abgeschlossen wurde. Der Vertrag sicherte die Landesherrschaft Frankreich und Spanien zu, mit Mulai Abd al-Hafizs Bruder, Mulai Yusuf, nun als offiziell eingesetztes Staatsoberhaupt. Seit dem hat sich Marokko sehr verändert, die einst kleinen Städte wurden erweitert und haben nun neue Französische bzw. Spanische (i.e. weiße) 'Luxusberzirke' und eine offizielle Europäische Regierung. Die Staatssprache wurde Französisch und Spanisch, respektiv. Berber, Tarifit oder Marokkanisches Arabisch blieb den Siedlungen außerhalb der Küste, sowie den Medinas der großen Städte vorbehalten. Selbst das Land selber wurde Wille der fremden Regierung, Europäische Siedler wurden angeworben und ihnen wurde der beste Boden und das beste Wasser versprochen, zu Ungunsten der lokalen Dörfer. Der 'Code de l’indigénat' sorgt dafür das selbst rechtlich die Unterwerfung geregelt wurde: die Indigenen Leute wurden rechtlich zu Untertanen der Französischen und Spanischen Regierung.

    Eisenbahnen und Straßen werden gebaut, doch vieles ist noch dezentral organisiert. Die einzelnen Kommunen haben nicht viel mit einer zentralen Regierung zu tun, ob vor oder nach der Protektorats-Regierung. Das Land ist zwar in Modernisierung, doch man fühlt förmlich die Spannung in der Luft.

      

    Die Temperaturen Marokkos sind sehr warm, für Europäische Verhältnisse und die obere Grenze der 30 Grad werden im Sommer erreicht. Dennoch ist das Land sehr schön, obwohl die örtliche Maurische Architektur allmählich vom Art-Deco Europas assimiliert wird.

    Vor wenigen Wochen haben angeblich einige einheimischen Rif im Rif-Gebirge Ruinen gefunden, die uralte Zeichen der Dido. Dido war eine legendenartige Gestalt, die angeblich nach Junianus Justinus die Gründerin des alten Karthargos war und ein Reich ins Leben rief das selbst in die Moderne noch nachwirkt. Die möglichen archäologischen Güter sind sicher einiges Wert und von hohem Wissenschaftlichen Interesse. Die Ruinen sollen angeblich in der Nähe von Chefchaouen, einer kürzlich aufgeschlossenen heiligen Stadt im Norden des Landes sein. Noch sind diese Informationen ziemlich Geheim, was einem ungeahnte Möglichkeiten liefert.

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