Episode#4 Boztrok-Ruine und Hammer-Piraten – von einer Schrott-Bergung wider Willen Teil 1 und 2

  • Teil 1:


    Nach einem ruhigen Flug kam die Golden Eagle schneller als erwartet im Boztrok-System an. Doch von den erwarteten Piraten keine Spur. Aber schließlich war die Eagle ein paar Tage zu früh dran.

    Die Crew beschloß schließlich auf dem Paneten zu landen, die Pilger abzusetzen, die Örtlichkeiten zu erkunden und nach Elles Bekannten zu fragen.

    Da Boztrok eine Dschungelwelt war und die meisten Einheimischen selbst ehemalige Pilger waren, verliefen die Befragungen und Besichtigungen eher ereignisarm und unaufschlußreich – einmall davon abgesehen, daß sich auf Boztrok scheinbar die Pilgerhierarchie befindet und überall und jedem psychedelische Pilze angeboten wurden.

    Also entschloß man sich, die Pyramide(n) genauer zu inspizieren, da diese augenscheinlich keinen Zugang besaßen, anders als es bei der Pyramide auf Gelgelar der Fall war. Außerdem mußte man feststellen, daß auch die Scanner der Eagle von einem Kraftfeld im Inneren gestört wurden. Das Interesse war also mehr als geweckt.

    Nach einiger Untersuchung der Wände mit ihren Inschriften und Reliefen, machte sich Ro daran, die gesamte Umgebung mit seinen überlegenen Sensoren und Sichtgeräten zu analysieren und konnte ein elektromechanisches Zentrum im Inneren entdecken und einige der Reliefe als Mechanismen identifizieren.

    Kurzum, man fand sich schließlich sehr überraschend und unvorbereitet auf einer Art Lift wieder und bald schon im Herzen der Anlage, umringt von ehemals separatistischen Droiden.

    Leider waren die Droiden nicht direkt verständnisvoll und es wurden offensichtlich auch nicht die richtigen Erkennungsprozeduren verwendet, so daß die Droiden sich entschlossen, eine Notfallprozedur in Gang zu setzen, auch wenn Ro in einer blitzschnellen Reaktion noch versuchte, den Kontrolldroiden daran zu hindern und zu ionisieren.

    Also machten sich Ro daran, die Computer zu manipulieren, während sich der Rest der Crew daran machte, die Anlage durch den einzigen, sich langsam schließenden Zugang zu verlassen.

    Es gelang Ro, die Notfallprozedur so sehr zu verlangsamen, daß allen die Flucht gelang. Auch Ro gelang die Flucht durch eine Rettungskapsel, in der man auf so überflüssige Teile wie eine Lebenserhaltung verzichtet hatte, und mit der er sich nach dem Start ungünstigerweise im Planetenorbit wieder fand.

    Ro stellte also seinen Funk auf ein Notsignal und schaltete dann seine Metabolismuskontrolle und persönliche Lebenserhaltung ein … und wartete …


    Teil 2:


    Auch wenn es Ro eigentlich egal war, wer ihn finden würde, solange dies geschah, bevor seine persönliche Lebenserhaltung den Geist auf gab, war er doch sehr überrascht, sich umringt von Piraten wieder zu finden. Doch die Verwunderung hielt nur kurz, als Ro bewußt wurde, daß dies Elles Bekannte sein mußten und er die Mißverständnisse bezüglich seines möglichen Droiden-Daseins ausgeräumt hatte.

    Die Piraten überrachten Ro nochmals, als diese ihn freundlich und ohne nennenswerte Probleme auf dem Paneten absetzten.

    Der ganze Deal wurde nochmals, hauptsächlich durch Cyanǐdes, besprochen, konnte dann allerdings, wie erwartet, in die Tat umgesetzt werden, so daß man zusammen die imperialen Kristallplatten zu den Piraten aufs Schiff brachten.


    Im ersten Augenblick schien alles gut zu verlaufen, doch dann kam alles anders und ging ziemlich durcheinander.

    Die Piraten schossen Elle und Leon nieder, schleppten diese in ihr Schiff, bedankten sich bei Cyanǐdes und übergaben ihm als neuem Bekannten eine coole Blasterpistole, erkundigten sich kurz, wie sie mit Ro verfahren sollen, bezahlten dann für die Ware und ließen Cyanǐdes und Ro gehen.

    So hatte Ro mal wieder erkennen müssen, daß man in der Galaxie wirklich niemandem vertrauen durfte und es im Zweifel keine Freunde gab, wenn es hart auf hart kam.


    Cyanǐdes bemühte sich gegenüber der Crew noch um Aufklärung, daß sich der Deal leider geändert hätte und man nur das volle Geld für die Auslieferung der Zwei bekommen habe.

    Die Crew war sich sofort einig, daß man natürlich versuchen würde, die Zwei wieder zu befreien, immerhin waren sie Crew.

    Vielleicht sind immerhin wenigstens einige in der Crew verläßlich.


    Also wurde kurzerhand beschlossen, das Schiff neu zu lackieren, das Antriebsmuster zu ändern, einen neuen Transponder-Code zu installieren und dem Schiff einen neuen Namen zu geben.

    Man entschied sich für „Lucky Blue“ … auch wenn Ro Blue Lightning besser gefunden hätte … aber das Schiff ist im Grunde ja auch nicht besonders Blitz-haft.

    … und nachdem mit Hilfe der Pilger ein Schacht zum Herzen der Pyramide(n) gegraben wurde und alles was abtransportabel war herausgeholt und im Laderaum verstaut wurde, ging es nach Gelgelar, um diesen Plan umzusetzen und direkt wieder einen großen Teil des Schrotts los zu werden.


    Nun heißt es, auf nach Tatooine. Denn Elle und ihre Schwierigkeiten mit dem Hutten ist unser bester Anhaltspunkt.